2Aug 2016

zinalrothorn

Autor: zimmsi

P1020261hochtourensaison. von vielen freunden und internetblogs wurde mir von derzeit guten hochtourenverhältnissen berichtet.
so entschlossen wir uns, unsere erste hochtour in diesem jahr im wallis anzugehen.
unser ziel war das zinalrothorn 4221m.

am sonntag fuhren wir zu dritt, matthias, pia und ich nach täsch, von wo aus uns der zug nach zermatt brachte. von dort aus ging es mit einem saftigen hüttenzustieg von 1600hm gleich richtig zur sache. da wir alle drei noch nicht wirklich akklimatisiert waren, gingen wir den aufstieg recht gemütlich an. auf dem weg zur rothornhütte 3198m gönnten wir uns beim hotel du trift ein leckeres gröstl bevor es weiter über den steilen weg zu unserem stützpunkt ging. P1020199

der wetterbericht brachte für unseren gipfeltag gutes wetter und so waren wir wieder einmal sehr überrascht, dass es am morgen beim verlassen der hütte recht stark zu schneien begonnen hat.

unser eigentlicher plan das zinalrothorn über den rothorngrat zu besteigen war dadurch schon gleich mal geschichte. wir entschieden uns für den normalweg über den südostgrat. vor uns waren schon einige seilschaften richtung gipfel gestartet und so mussten wir eigentlich nur den frischen trittspuren im schnee folgen.

der aufstieg richtung gipfel war recht problemlos und schön winterlich. nach dem erreichen des letzten schneefeldes bevor es über den ausgesetzten grat zum felsigen gipfelaufbau ging, klarte das wetter auf und wir waren frohen mutes. die temperatur viel jedoch drastisch und ein eikalter wind zog uns um die ohren.

P1020248als wir uns dem letzten felsaufschwung näherten und dieser langsam vom nebel frei gegeben wurde, war uns gleich einmal klar, warum sich die ersten seilschaften schon wieder im abstieg befanden. der komplette gipfelaufbau war durch den schneefall in den tiefsten winter zurückversetzt worden.

ein sicherer aufstieg über den normalweg war somit auch zu riskant. die felsplatten welche im aperen zustand keine großen probleme für uns darstellen würden, wären zugeschneit einfach zu gefährlich.

eine seilschaft zweier junger starker alpinisten versuchten dennoch den weiteren aufstieg, brachen den versuch jedoch nach einigen metern wieder ab. wir und alle anderen seilschaften machten uns an den direkten abstieg zurück zur rothornhütte.

dort machten wir eine kurze jause-pause und stiegen weiter richtung zermatt ab bevor es wieder richtung heimat ging.

„scheitern ist ein umweg, keine sackgasse“

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Ein Kommentar to “zinalrothorn”

  1. als scheitern würde ich das umkehren wegen schlechter verhältnisse ja nicht betrachten, eher als klug.

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