5Sep 2014

keschnadel

Autor: jürgen

titleund heute ganz aktuell: eine neue episode aus unserer allseits beliebten reihe „ein beknackter bergsommer“:
andrea wollte endlich ihren langgehegten plan einer besteigung der keschnadel mit anschliessender überschreitung zum piz kesch verwirklichen und als sie mich fragte ob ich eventuell mitkommen würde war ich natürlich gleich dabei. anfang der woche war die wetterprognose für das engadin noch ziemlich optimistisch, so legten wir den heutigen freitag als tourentag fest. doch mit jedem tag kamen mehr wolken und regentropfen in die prognose was uns dann aber trotzdem nicht abhalten sollte.
nach ankunft auf der Es-cha-Hütte erkundigten wir uns bald nach dem nahegelegenen klettergarten. kaum dort angekommen fing es auch schon an zu regnen, allerdings nicht so stark dass wir nicht ein paar routen toprope klettern konnten. schliesslich wurde es noch so trocken dass wir sogar anfingen vorzusteigen (!).
jedenfalls war der nachmittag so schnell vorüber und wir genossen das hervorragende abendessen. am nächsten morgen zogen wir um 6:00 los richtung keschnadel, das wetter war zumindest trocken. alles ging zügig voran uns so fanden wir uns bald bei passablen verhältnissen beim klettern wieder. ich durfte dann noch in der pitschnassen schlüsselseilläge die arschbacken kräftig zusammenkneifen (wer schon mal erlebt hat wieviel grip man auf nassem, flechtenbewachsenem granit hat, weiss was ich meine) und so kamen wir am gipfel der keschnadel an. inzwischen war die sicht durch nebelfetzen etwas eingeschränkt und es nieselte auch zeitweilig. nachdem uns der nebel kurzzeitig einen blick auf den grat zum piz kesch freigab, waren wir schnell der meinung dass das keinen sinn hatte und  beschlossen über die kletterroute wieder abzuseilen. dies ging dann ebenfalls ohne gröbere schwierigkeiten über die bühne und so befanden wir uns bald auf dem abstieg zur hütte – in strömendem regen, wer hätte das gedacht.

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