27Aug 2014

könig ortler

Autor: zimmsi

P1080209die populäre bezeichnung „könig ortler“ ist bereits im frühen 19. jahrhundert dokumentiert. auch als „könig der ostalpen“ wird der berg häufig bezeichnet. dies ist darauf zurückzuführen, dass die berninagruppe bis ins 20. jahrhundert den westalpen zugerechnet wurde und der ortler daher lange zeit als höchster berg der ostalpen galt.

der ortler (italienisch ortles) ist mit einer höhe von 3905 m s.l.m., nach österreichischer vermessung 3899 m ü. A. die höchste erhebung der italienischen provinz südtirol und der region tirol. der größtenteils aus hauptdolomit aufgebaute, stark vergletscherte berg ist der hauptgipfel der ortler-alpen, einer gebirgsgruppe der südlichen ostalpen. seine erstbesteigung auf befehl von erzherzog johann von österreich im jahre 1804 zählte zu den bedeutendsten alpinistischen ereignissen jener zeit. bis zur abtrennung südtirols 1919 war der ortler der höchste berg österreich-ungarns. während des ersten weltkriegs richtete die k.u.k. armee auf dem berg die mit mehreren geschützen ausgestattete höchstgelegene stellung dieses krieges ein. heute gilt der ortler unter bergsteigern als eines der bedeutendsten gipfelziele der ostalpen. alle routen zum gipfel sind anspruchsvolle hochtouren, von denen der normalweg von norden die am meisten begangene ist. alpinistisch bedeutend ist auch die nordwand des berges, die als größte eiswand der ostalpen gilt. (information wikipedia)

als mich peter fragte ob ich mit ihm den hintergrat machen wolle, viel die antwort nicht sonderlich schwer. da peter schon mit der familie im südtirol unterwegs war fuhr ich am donnerstag nachmittag nach sulden und wir trafen uns am abend bei der langensteiner sesselbahn. mit dieser überwunden wir die ersten höhenmeter und kamen nach einer kurzen wanderung bei der hintergrathütte an.

P1080221da der wetterbericht für den kommenden tag nicht unbedingt bestes wetter prognostizierte waren wir am frühen morgen lediglich 4 seilschaften die sich im dunklen richtung hintergrat aufmachten. es lief ausgesprochen gut und wir kamen zügig voran. nach erreichen des oberen flachen firngrates wurde es langsam immer heller, die sicht blieb jedoch auf grund des starken nebels äusserst schlecht. nach den gratwanderungen im vergangenen jahr (widderstein ost, silvrettahorn nord-ost und stüdlgrat) bei welchen wir auch immer durchwegs schlechte sicht hatten, war ich das ambiente schon gewohnt.

trotzdem erreichten wir den gipfel schon 4 1/2 stunden nach unserem aufbruch von der hintergrathütte. da uns der starke wind nicht sonderlich motivierte eine gemütliche znünarpause auf dem gipfel zu machen, stiegen wir in großen schritten durch den stopfer dicken nebel über den normalweg wieder ab. die payerhütte rechts und die tabarettahütte links liegen gelassen kamen wir nach ca. 2200hm abstieg wieder beim parkplatz an.

von dort trennten sich wieder peters und meine wege mit dem festen vorsatz wieder einmal eine hochtour gemeinsam zu machen.

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Ein Kommentar to “könig ortler”

  1. Bergsteigen war auch schon spassiger als in diesem Sommer.

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