6Mai 2014

„piz palü“ berninagruppe

Autor: zimmsi

???????????????????????????????da sich wie im vorhergehenden kurzbericht des kleinen seehorns erwähnt unsere wochenendpläne geändert hatten, entschlossen wir uns nach einem schlechtwetter bzw. arbeits und pausetag am freitag, der berninagruppe einen besuch abzustatten. matthias war schon des öfteren in dieser gegend. auch den von uns ins auge genommenen piz palü hat er schon mit einem freund überschritten.

auf unserem tourenprogramm stand erst der ostpfeiler. welcher mit eis 40° und fels im II grad eine schöne alternative zum normalanstieg darstellte. da es in den vergangenen tagen jedoch nicht unwesentlich geschneit hatte entschlossen wir uns vor ort noch für den normalweg. was sich später als richtige entscheidung heraus gestellt hatte.

im normalfall wird auf der diavolezza hütte übernachtet und am frühen morgen mit einer kurzen abfahrt zum gletscher gestartet. wir jedoch entschieden uns für eine gletscherübernachtung im zelt. dies hatte zur folge dass wir mit schweren rucksäcken vollgepackt mit verpflegung, zelt und unterhaltung schon am anfahrtstag von der bergstation der diavolezzabahn zum gletscher hinunter fuhren um dort unser nachtlager aufzubauen.

???????????????????????????????gegen der erwarteten auflockerung blieb das wetter bedeckt und nebelig. das zelt war dann schnell aufgestellt und da noch genug zeit übrig geblieben war bis es dunkel wurde, fingen wir an aus schnee erst einen windschutz für das zelt und später einen rucksack-unterstellplatz zu bauen.
der unterstellplatz ähnelte dann eher einem bildstöcklein und der windschutz bot später nur mässigen schutz, da sich die windrichtung etwas geändert hatte.

zum abendessen gab es dann noch suppe, ein nudelgericht und eine schokolade zum nachtisch. aus einer kleinen lautsprecherbox schalte bis in die späten abendstunden musik aus aller welt. selbst das neue lied des holstuonarmusigbigbandclub blieb den schneehühnern nicht erspart.

den wecker auf 4 Uhr gestellt schliefen wir dann rasch ein und erwachten erst wieder als dieser zur frühen morgenstunde abging. nach kurzem kontrollblick nach draussen war das wetter noch kein bischen besser geworden. dies hatte zur folge dass wir noch eine stunde länger in den schlafsäcken liegen blieben. gegen 5 uhr hörten wir dann die ersten stimmen die sich an unserem zelt vorbei bewegten. als immer mehr frühaufsteher an uns vorbei liefen krochen auch wir langsam aus unseren schlafsäcken um trinkwasser für den aufstieg zu kochen. bis wir dann abmarschbereit waren, waren schon einige skitourer an uns vorüber gegangen und hinter den ersten anhöhen verschwunden. auch die wolken verschwanden langsam und die berninagruppe war beim abmarsch das erste mal zu sehen. es ging dann nicht lange bis es komplett aufklarte.

???????????????????????????????am seil über die gletscherhänge hinauflaufend fanden wir bald anschluss an die ersten gruppen und konnten auf der schulter (skidepot) die führende gruppe einholen welche wir am ostgipfel überholten. die italienische gruppe war dann mit dem ostgipfel zufrieden und machte sich an den abstieg. wir jedoch gingen am grat entlang zum hauptgipfel. nach einem kurzen fotoshooting machten auch wir uns an den abstieg zum skidepot. nach erreichen des ostgipfels und später des skidepots standen wir einer regelrechten menschenhorde gegenüber. ohne zu übertreiben machten sich an diesem tag ca. 150-200 menschen auf um den gipfel des piz palü zu besteigen.

wir hatten das glück dass wir zu den ersten gehörten die mit den skiern die abfahrt antraten. von der schulter weg bis hinunter zum zelt hatten wir feinsten pulverschnee und kamen aus dem staunen kaum mehr heraus.

beim zelt angekommen machten wir eine verschnaufpause bis wir alles zusammenpackten und mit den schweren rucksäck die rund 250hm auf die diavolezza bergsation hinauf liefen. nach einer kurzen erfrischung auf der sonnenterrasse des bergrestaurants fuhren wir über die noch gut erhaltene skipiste zum parkplatz ab.

wir hatten uns auch diesmal wieder für den richtigen weg entschieden. oft muss man träume oder lang geplante vorhaben auf grund von objektiven oder subjektiven gefahren und einflüsse umplanen oder sogar abbrechen. alle nordseitigen pfeiler waren auf grund der schneesituation sehr winterlich und dadurch gefährlich. die einzige seilschaft welche sich an diesem tag an einen der pfeiler machte wurde noch am morgen durch eine große lawine fast verschüttet. sie traten den rückzug an.

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