2Mrz 2014

widderstein „ostgrat“ im winter

Autor: zimmsi

?????????????der widderstein steht sozusagen jedes jahr mindestens einmal auf meiner tourensammlung. es gibt den unter anführungszeichen für viele bergwanderer anspruchsvollen „normalweg“ welcher jedes jahr im sommer durch unzählige touristen überrannt wird. diesen habe ich in den letzten jahren eigentlich nur noch als abstieg verwendet. dabei ist es ratsam den helm vom alpinklettern beim abstieg durch die steinige rinne auf dem kopf zu behalten damit man nicht durch unachtsam ausgelöste steine der halbschuhtouristen auf tragische weise ums leben kommt. den aufstieg wählte ich in den letzten jahren immer über wege auf denen man meist alleine unterwegs war.

sei es in der westwand über die „hiltimani“ und die wirklich schöne neue route von walter hölzler „anderl heckmaier gedächtnisweg“ oder über die südanstiege „hochzeitsweg“ und die „abrakadabra“ welche besonders im frühling und in schwachen winter ihre reize haben.

im letzten winter wollte ich schon mit jürgen den widderstein über den ostgrat begehen. diesen versuch hatten wir jedoch auf grund der schneelage vor dem einstieg in den grat abgebrochen. gestern waren die verhältnisse lt. lawinenlagebericht recht ideal und daher verabredete ich mich diesmal mit matthias für einen erneuten versuch.

die sicht war auf grund des extremen nebels gleich null. mit hilfe des kompass und der gps karte brachten wir den weg zum ostsattel jedoch bald hinter uns. auf einem grat ist der weg eigentlich dann nicht schwer zu finden. man folgt einfach immer dem höchsten punkt bis man auf dem gipfel steht.

die bedingungen waren nicht 100% perfekt was die ganze sache natürlich anspruchsvoller und auch interessanter machte. wir hatten auf jeden fall unseren spaß. die schneeverhältnisse am grat spiegelten den in den letzten tagen beschriebenen lawinenlagebericht 1 zu 1 wieder. zwischen teils hüfthohem eingeplasenem schnee auf der nordseite und windgepresstem harsch auf der südseite bahnten wir uns unseren weg richtung gipfel. trotz der recht hohen ansammlung an schnee im gratbereich waren die verhältnisse aus unserer sicht sehr sicher. ganz klar und entscheidend ist auf grund von natürlich entstandenen wechten die wegführung am grat.

nach erreichen des gipfels fuhren wir dann recht rasch über die rinne des normalweges ab.
bei diesen normal meist erst im frühjahr auftretenden schneeverhältnissen wünscht man sich des öfteren man könnte besser skifahren. der nebel, die bockharte von skispuren und schneerutschen durchzogene abfahrt verlangte noch recht viel von unseren schenkeln ab.

Tags: ,

2 Kommentare to “widderstein „ostgrat“ im winter”

  1. Rainer Kempf sagt:
  2. Cool, weißt eh wo ich jetzt grad lieg 😀 umso schöner sind die Bilder und Erinnerungen… im Winter immer eine einsame u anspruchsvolle Tour. Das nächste Mal bin ich dabei!!!

  3. kopf hoch rainer – das wird schon wieder. braucht halt etwas geduld…

Kommentar